Neubau Wohnscheune, Bottenwil

In der Gemeinde Bottenwil, im Uerkental, durften wir die umfassende Sanierung eines ehemaligen Bauernhauses sowie eine Erweiterung der Liegenschaft planen und realisieren. Das Projekt zeigt, wie bestehende Bausubstanz, moderner Holzbau und nachhaltige Architektur im ländlichen Raum sinnvoll miteinander verbunden werden können.

Neubau in Holzelement-Bauweise

Ein zentraler Bestandteil der Sanierung war der Abbruch des nach dem Brand errichteten Garagenanbaus. Das Bauvolumen wurde bewusst auf die Grösse vor dem Brand zurück­geführt, um die ursprüngliche Gebäudestruktur und den Charme des Bauernhauses wieder stärker hervorzuheben.

Anstelle des ehemaligen Ökonomiegebäudes entstand ein Ersatzneubau in Holzelement-Bauweise. Der Neubau interpretiert die Typologie der Scheune neu und bildet eine bewusste Ergänzung. Die sichtbare Dachkonstruktion sowie zahlreiche weitere Sichtelemente aus Holz verleihen dem grosszügigen Neubau einen besonderen Charakter. Der offene Grundriss schafft eine einzigartige Wohnatmosphäre – eine Wohnscheune, wie sie sich die Bauherr­schaft von Beginn an gewünscht hat.

Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage

Nebst einem hohen Anteil an Konstruktionsholz kamen für den Innenausbau auch Arve sowie Nussbaum zum Einsatz. Sämtliche massiven Nussbaumelemente wurden aus einem einzelnen Baumstamm gefertigt, der bis kurz vor Beginn der Abbrucharbeiten noch auf dem Grundstück stand. Beheizt werden die beiden Einheiten mittels einer Erdsonden-Wärmepumpe. Eine grossflächige Photovoltaik-Anlage deckt den Energiebedarf beider Wohneinheiten ab.

Der Aussenraum wird nach Abschluss der Bauarbeiten gemäss dem Konzept des Land­schafts­architekten gestaltet. Trockensteinmauern werden in Eigenleistung durch die Bauherrschaft erstellt. Unter anderem unter Wiederverwendung alter Fundamentsteine des ehemaligen Ökonomiegebäudes. Beim Aushub gefundene Sandsteine werden integriert und stärken den Bezug zur bestehenden Bausubstanz und zur Geschichte.